Der Gruga-Park

Die Flora der Welt – an einem Ort versammelt

„Hortus botanicus assindiensis“ und die „GRUGA“ sind die Keimzellen des heutigen Grugaparks. Schon 1927 wurde der Botanische Garten auf einer Fläche von ca. 15 ha als Lehr- und Versuchsgarten von der Stadt Essen zu wissenschaftlichen Zwecken angelegt. Ziel war und ist es, Pflanzen und Gehölze systematisch anzuordnen und nach ihren Erscheinungsformen zu gliedern. Bis heute zählen das Alpinum, der westfälische Bauerngarten, der Rosengarten, der Staudenhang und die Nadelgehölzsammlung zu den botanischen Attraktionen des Grugaparks. Weitere Bereiche des Botanischen Gartens sind der Asienteil und der Heideteil oberhalb des Alpinums.

Spaziergang durch diesen ältesten Teil des Grugaparks bietet nach wie vor ein anschauliches und sinnliches Vergnügen. Der Besucher erfährt „im Vorbeigehen“ eine Menge über die Natur und lernt Pflanzen aus aller Welt kennen. Pflanzenetiketten informieren über ihre Namen und Herkunft. Mehrmals im Jahr werden Pflanzenraritätenmärkte in und um die Orangerie veranstaltet, auf denen der interessierte Besucher neben fachlicher Beratung auch seltene Pflanzen aus aller Welt erhalten kann.

Info-Center Orangerie lassen sich am Terminal die Standorte der Pflanzen lokalisieren. Wer das lieber zu Hause machen möchte, kann mit Hilfe des „Digitalen Pflanzenlexikons des Botanischen Gartens“, das auf DVD-ROM im Info-Center erhältlich ist, am heimischen PC seinen Rundgang durch den Botanischen Garten und den Grugapark planen.

Zur Geschichte

Der Grugapark ist ein Park in Essen, der aus der ersten GRUGA (Große Ruhrländische Gartenbau-Ausstellung) aus dem Jahr 1929 hervorgeht und als erste Gartenausstellung Deutschlands als ein dem Gemeinwohl dienender Volkspark wiedereröffnet wurde. Die Anlage liegt südlich der Innenstadt zwischen den Stadtteilen Rüttenscheid, Holsterhausen und Margarethenhöhe. Er erstreckt sich auf knapp 65 Hektar über den Flanken der Hügel im Tal des Borbecker Mühlenbachs. Zum Gruga-Komplex gehören zudem die Grugahalle, die Messe Essen und das Grugabad. 1938 war der Grugapark Austragungsort der Reichsgartenschau. Bei Flächenbombardements im Zweiten Weltkrieg wurde er zerstört. Nach Wiederaufbau und späterer Erweiterung wurden hier 1952 die zweite Gruga-Ausstellung und 1965 die Bundesgartenschau veranstaltet. Heute dient der Park der Naherholung, als Spiel- und Sportstätte und als Veranstaltungsort für Konzerte und Feste. Im Park befinden sich mehr als vierzig Skulpturen bedeutender Bildhauer, wie beispielsweise Alfred Hrdlicka, Auguste Rodin und Fritz Klimsch.