Neues aus Kunst und Kultur

 

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Wolfgang Ahrens Klassizismus 2013

 

Es geht nicht um technische Perfektion. Wer eine Philosophie verfolgt, wird Menschen mit seinen Bildern berühren.”

Mario Sorrenti (⁎1972)

 

Okt
14
Sa
2017
Werner Mantz Architekturen und Menschen @ Museum Ludwig
Okt 14 2017 @ 7:08 – Jan 21 2018 @ 8:08

Wern­er Mantz (1901–1983) ist als ein­er der promi­nen­ten Fo­to­grafen des Neuen Bauens im Köln der 1920er Jahre bekan­nt. Ge­boren und aufgewach­sen in Köln, eröffnete er 1921 ein Fo­toate­li­er und porträtierte zunächst promi­nente In­tellektuelle, Kün­stler und Pol­i­tik­er. Ab 1926 er­hielt er auch Aufträge als Ar­chitek­tur­fo­to­graf für Wil­helm Riphahn, Peter Franz Nöck­er, Cas­par Maria Grod und an­der­er Vertreter der ar­chitek­tonischen Avant­garde, die Kon­rad Ade­nauers Sied­lungspol­i­tik für ein mod­ernes Köln um­set­zten. Ar­chitek­turzeitschriften wie Bauwelt, Die Form oder Bauwarte publ­izierten häu­fig seine Werke. In ihr­er sach­lichen, sch­warzweißen Strenge wirken die men­schen­leeren Ge­bäude und Straßen­züge in Mantz‘ Bildern wie monu­men­tale Kulis­sen der Mod­erne. Diese Bilder sind es, die Kölns ar­chitek­tonische Mod­erne über die Stadt­grenzen hi­naus bekan­nt macht­en.

1932 eröffnete Mantz in Maas­tricht ein zweites Ate­li­er und siedelte 1938 ganz in die Nied­er­lande über. In Maas­tricht kam er zurück zur Porträt­fo­to­gra­fie und spezial­isierte sich auf Kin­der­bild­nisse. Er selbst emp­fand seine Porträts als gleichbe­deu­tend zu sei­nen Ar­chitek­tu­rauf­nah­men; aus­gestellt wur­den sie bis­lang nicht. Das Mu­se­um Lud­wig führt diese bei­den As­pekte seines Schaf­fens zusam­men und er­möglicht es er­st­mals, Mantz‘ Werk in sein­er his­torischen Breite und Di­ver­sität zu er­fahren.

Die Ausstel­lung ist ein Ge­mein­schaft­spro­jekt mit dem Ned­er­lands Fo­to­mu­se­um in Rot­ter­dam, das den um­fan­greichen Be­s­tand von Mantz’ Fo­to­gra­fien aus den Nied­er­lan­den be­wahrt. Ku­ra­toren: Miri­am Hal­wani (Mu­se­um Lud­wig) und Frits Gier­st­berg (Ned­er­lands Fo­to­mu­se­um). (Text: Museum Ludwig)

Okt
24
Di
2017
Edouard Manet @ Von der Heydt Museum
Okt 24 2017 @ 9:12 – Feb 25 2018 @ 10:12

Seit seines Lebens war Edouard Manet (1832-1883) ein Einzelgänger. Vielleicht macht gerade diese Unabhängigkeit seine Sicht auf die Kunst und die Phänomene der Welt so neu und interessant, dass uns seine – oft rätselhaften – Werke bis heute faszinieren. Nun unternimmt das Von der Heydt-Museum Wuppertal das Wagnis, das Werk dieses Außenseiters in einer umfassenden Ausstellung neuen Publikumsschichten zu eröffnen. Die Schau präsentiert das ganze Oeuvre, beginnend mit den ersten tastenden Versuchen als Schüler von Thomas Couture und endend mit den letzten so strahlenden Gartenbildern aus Rueil von 1882.

Manets Verhältnis zu Politik, Weltanschauung und Gesellschaft im Frankreich des 19. Jahrhunderts steht im Zentrum der Ausstellung. Der Überblick über sein Werk umfasst auch Bilder seiner spanischen Phase sowie die bekannten Seestücke. Seine späten Porträts und Figurenszenen begeistern vor allem durch die psychologische Spannung zwischen den Protagonisten; sie scheinen bereits Fragen der modernen Psychoanalyse in Bildform vorwegzunehmen. Manets frappierende Bildkompositionen waren wegweisend und machten ihn zu einem Künstler, der Bahnbrechendes für die Malerei geleistet hat und nachfolgende Künstlergenerationen bis heute inspiriert. (Text: Von der Heydt Museum)

Nov
18
Sa
2017
Akram Zaatari: Photography. Eine kommentierte Geschichte der Arab Image Foundation @ K21 Ständehaus
Nov 18 2017 @ 7:36 – Feb 25 2018 @ 8:36

Fotografie und fotografische Objekte stehen seit 1995 im Zentrum der künstlerischen Praxis von Akram Zaatari (geb. 1966 in Saida/Libanon, lebt und arbeitet in Beirut) – Fotografie steht auch im Fokus dieser Ausstellung: Fotos sind rätselhafte Gegenstände, sie bewahren Spuren vergangener Ereignisse und begleiten uns bei den Schlüsselerlebnissen des Lebens. Gehegt und geliebt, zerstört und weggeworfen, können Fotos unterschiedlichste Emotionen auslösen. Am Anfang steht das Festhalten eines Moments, doch mit der Zeit ändert sich das Foto. Die Wahrnehmung der Bilder ändert sich und durch den Kontakt mit seiner physischen, sozialen oder politischen Umgebung ändert sich auch das Foto als materielles Objekt. Als Mitbegründer und Hauptakteur der 1997 in Beirut gegründeten Arab Image Foundation (AIF) hat Zaatari einen unermesslichen Beitrag zu den Diskursen der Fotografie und ihren wechselnden Funktionsweisen geleistet. (Text K21)

Jan
22
Mo
2018
Josef Stoffels. Steinkohlenzechen – Fotografien aus dem Ruhrgebiet @ Ruhr Museum Zollverein
Jan 22 @ 7:15 – Sep 2 @ 8:15

In der Ausstellung werden mehr als 300 Fotografien gezeigt. Im Mitelpunkt stehen ca. 160 Aufnahmen von 60 Zechen, die in den 1950er Jahren auf dem Höhepunkt des Bergbaus im Ruhrgebiet bzw. unmittelbar vor der Bergbaukrise entstanden.

In den zehn seitlichen Kabinetten des Ausstellungsraumes werden zum einen die dem Bergbau verwandten Themen wie Lehrlingsausbildung, Sammellager für Bergleute, betriebliche Einrichtungen, Siedlungen und Bergmannskotten ausgestellt, die Stoffels ebenfalls fotografierte. Zum  Anderen sind Auftragsarbeiten für die Industrie, die Essener Messe und das Ruhrlandmuseum zu sehen. Als freier Fotograf dokumentierte er zudem das Stadtbild von Essen, vor allem in der unmittelbaren Nachkriegszeit mit der Stadt und dem Münster in Trümmern und unter britischer Besatzung. Die Ausstellung erschließt einen der wichtigsten fotografischen Bestände zum Bergbau und stellt auch mit persönlichen Portraits, Familienportraits, den Apparaten, mit denen Stoffels fotografiert hat, sowie den von ihm herausgegebenen Bildbänden einen der bedeutendsten Fotografen des Ruhrgebietes vor. (Text: Ruhr Museum)

Jan
25
Do
2018
Gegen die Strömung. Reise ins Ungewisse @ Museum Schloss Morsbroich
Jan 25 @ 7:43 – Apr 29 @ 8:43

Gegen die Strömung. Reise ins Ungewisse zeigt 17 internationale Positionen der zeitgenössischen Kunst, die sich mit dem Reisen als existentiellem Wagnis auseinandersetzen. Jeder Aufbruch ist mit Risiken verbunden, ist ein Aufbegehren gegen das Alte und Gewohnte, gegen Beharrungskräfte, die einen zurückhalten oder begrenzen. Jeder Anfang einer Reise setzt den Bruch mit dem Alltag voraus. Er benötigt einen starken, von Innen oder Außen kommenden Impuls, das bisherige Leben zumindest auf Zeit zu verlassen und sich auf den Weg zu machen – gegen alle Widerstände und trotz des ungewissen Ausgangs.

Mit den Künstlerinnen und Künstlern der Ausstellung startet das Museum Morsbroich in eine neue Etappe einer langen Reise, der mit der Museumsgründung im Nachkriegsdeutschland 1951 ein pionierhafter Aufbruch voranging und die seither unzählige kunstaffine Weggefährten begleitet haben. Mit den Reisenden teilt es die Erfahrung, dass die Ungewissheit fundamental mit dem Zukünftigen verbunden ist und Weiterentwicklung nur möglich ist, wenn man sich immer wieder auf neues Terrain vorwagt.

Kuratoren der Ausstellung sind Fritz Emslander und Stefanie Kreuzer. (Text Museum Morsbroich)

Andreas Gursky @ Southbank Centre - Hayward Gallery
Jan 25 @ 7:50 – Apr 22 @ 8:50

Hayward Gallery reopens in January 2018 with the first major UK retrospective of the work of acclaimed German photographer Andreas Gursky.

Gursky, known for his large-scale, often spectacular pictures that portray emblematic sites and scenes of the global economy and contemporary life, is widely regarded as one of the most significant photographers of our time.

Driven by an interest and insight into ‘the way that the world is constituted’, as well as what he describes as ‘the pure joy of seeing’, Gursky makes photographs that are not just depictions of places or situations, but reflections on the nature of image-making and the limits of human perception. Often taken from a high vantage point, these images make use of a ‘democratic’ perspective that gives equal importance to all elements of his highly detailed scenes.

This exhibition features around 60 of the artist’s ground-breaking photographs from the early 1980s through to his most recent work, and includes some of his most iconic pictures such as Paris, Montparnasse (1993) and Rhine II (1999, remastered 2015).

Andreas Gursky marks the beginning of the Hayward Gallery’s 50th anniversary year and is the first exhibition to take place in the gallery following its two-year refurbishment. For the first time since the Hayward’s original opening, the gallery’s pyramid roof lights will allow natural light into the spaces below. (Text by Hayward Gallery)

Jan
27
Sa
2018
Rineke Dijkstra: Figures in Motion @ Sprengel Museum
Jan 27 @ 7:22 – Mai 6 @ 8:22

Mit Rineke Dijkstra (*1959 in Sittard, Niederlande, lebt in Amsterdam) ehrt die Stiftung Niedersachsen eine der herausragenden Fotografinnen der Gegenwart. Dijkstras Werk nimmt in seiner formalen wie inhaltlichen Stringenz, in der Tiefe der fotografischen Auseinandersetzung mit dem klassischen Porträt, eine solitäre Position in der neueren Fotografie-Geschichte ein. Die Künstlerin erhielt im Oktober 2017 den legendären Hasselblad Award, ihr Gesamtwerk ist im Rahmen einer Retrospektive zu sehen, die vom Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk (DK) ausgeht. Darüber hinaus kann Dijkstra auf zahlreiche internationale Ausstellungen zurückblicken, u. a. im San Francisco Museum of Modern Art, dem Solomon R. Guggenheim Museum, New York, sowie der Tate Liverpool.

Für ihre Ausstellung im Sprengel Museum Hannover hat die Künstlerin nun erstmals eine Präsentationsform entwickelt, die auf einem Dialog von ausgewählten Werken ihres eigenen Œuvres mit Werken aus der museumseigenen Sammlung aufbaut. In der Konfrontation von Fotografien aus den frühen neunziger Jahren (z. B. die „Beach Portraits“) und aktuellen Arbeiten mit Gemälden von Max Beckmann und Alexej von Jawlensky sowie zahlreichen modernen Skulpturen eröffnet sich ein neuartiger Blick auf die spezifische Bildsprache der niederländischen Künstlerin. Die Auswahl ihrer Porträts, die Dijkstra für die Präsentation im Sprengel Museum Hannover getroffen hat, macht deutlich, wie sehr sich viele der Dargestellten eines Vorgangs des Fotografiert-Werdens bewusst sind. In den Fotografien ist es die Spannung zwischen dem Ideal der entspannten Selbstdarstellung und der angespannten Pose, dem Exhibitionismus und der Verdinglichung einer durch die Optik der Kamera bewussten Haltung, die zu dem komplexen Bild eines Individuums wird. (Text Sprengel-Museum)

Feb
8
Do
2018
Rubens – Kraft der Verwandlung @ Städel Museum
Feb 8 @ 20:46 – Mai 21 @ 21:46

Kaum ein anderer Künstler hat die europäische Barockmalerei so geprägt wie Peter Paul Rubens. Als Inspiration dienten ihm nicht nur antike und zeitgenössische Skulpturen, sondern auch Gemälde, etwa von Tizian, Tintoretto, Elsheimer oder Goltzius. Die Ausstellung zeigt erstmals eindrücklich Rubens’ Umgang mit seinen Vorläufern und verdeutlicht, warum er noch heute einer der bekanntesten Künstler überhaupt ist.

Das Städel Museum widmet dem weltbekannten Künstler Peter Paul Rubens (1577–1640) die umfassende Sonderausstellung „Rubens. Kraft der Verwandlung“. Anhand von etwa 100 Arbeiten – darunter 31 Gemälde und 23 Zeichnungen von Rubens – arbeitet die Schau einen bisher wenig beachteten Aspekt im Schaffensprozess des Meisters heraus: Sie zeigt, wie tief Rubens in den Dialog mit Kunstwerken berühmter Vorgänger und Zeitgenossen eintrat und wie dies sein fünfzigjähriges Schaffen prägte. In Rubens’ umfangreichem Œuvre spiegeln sich die Einflüsse antiker Skulptur ebenso wider wie jene späterer Kunst aus Italien und nördlich der Alpen, von den Meistern des ausgehenden 15. Jahrhunderts bis zu seinen Zeitgenossen. Seine Bezugnahme auf Werke von Künstlern unterschiedlicher Epochen ist häufig erst auf den zweiten Blick erkennbar – in der aufwendig inszenierten Ausstellung kann der Besucher die zuweilen überraschenden Korrelationen nun im Detail nachvollziehen. Die Gattungsgrenzen überschreitende Schau vereint Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur und Werke der angewandten Kunst. Neben Originalskulpturen von der Antike bis zur Renaissance werden auch Gemälde und Grafiken von Rubens’ Vorläufern und Zeitgenossen zu sehen sein, darunter Schlüsselwerke von Tizian und Tintoretto, von Goltzius, Rottenhammer und Elsheimer sowie von Giambologna, Van Tetrode und Van der Schardt. (Quelle: Städel Museum)

Feb
17
Sa
2018
Basquiat – Boom for Real @ Schirn Kunsthalle
Feb 17 @ 12:05 – Mai 27 @ 13:05

Im New York der 1970er-Jahre hinter­ließ Jean-Michel Basquiat auf Häuser­wän­den Graf­fiti-Nach­rich­ten, colla­gierte Base­ball- und Post­kar­ten, kreierte seine eigene Klei­dung, malte auf Türen, Fens­ter­rah­men und auf riesi­gen Lein­wän­den. Heute zählt Basquiat (1960–1988) zu den bedeu­tends­ten Künst­lern des 20. Jahr­hun­derts. Aus der sich im Lower Manhat­tan versam­meln­den Kunst­szene des Post-Punk-Under­ground kommend, eroberte das Wunder­kind ohne akade­mi­sche Ausbil­dung die Kunst­welt. Er arbei­tete mit Künst­ler­freun­den wie etwa Andy Warhol, Keith Haring oder auch Blon­die zusam­men.1982 erhielt er als bislang jüngs­ter Teil­neh­mer der Docu­menta inter­na­tio­nale Aner­ken­nung.

Basqui­ats leben­dige, rohe Bilder­welt entspringt einer Bele­sen­heit, die sich in großen Schrift- und Text­frag­men­ten durch das gesamte Werk zieht. Mehr als 30 Jahre nach Basqui­ats letz­ter Präsen­ta­tion in einer öffent­li­chen Samm­lung in Deutsch­land widmet die SCHIRN dem Werk des US-ameri­ka­ni­schen Ausnah­me­künst­lers eine große Einzel­aus­stel­lung und zeigt eine heraus­ra­gende Auswahl von über 100 Werken. Viele der Leih­ga­ben aus inter­na­tio­na­len Museen und priva­ten Samm­lun­gen waren zuvor noch nicht in Deutsch­land zu sehen. Erst­mals wird dabei auch Basqui­ats Bezie­hung zu Musik, Text, Film und Fern­se­hen in einem über­ge­ord­ne­ten kultu­rel­len Zusam­men­hang deut­lich.

Eine Ausstel­lung des Barbi­can Centre, London, in Koope­ra­tion mit der SCHIRN KUNST­HALLE FRANK­FURT (Text: Schirn Kunsthalle)

Feb
23
Fr
2018
Hans Hansen: Fotografie neu ordnen: Dinge @ MKG - Museum für Kunst und Gewerbe
Feb 23 @ 8:55 – Mai 27 @ 9:55

Im Rahmen seiner Ausstellungreihe „Fotografie neu ordnen“ lädt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) Hans Hansen ein, die Sammlung Fotografie mit seinem Blick neu zu ordnen und sein eigenes Werk mit historische Arbeiten und Sammlungsschwerpunkten in Beziehung zu setzen. Insgesamt zeigt die Ausstellung Fotografie neu ordnen: Dinge rund 100 Exponate aus dem Werk Hansens und aus der Sammlung Fotografie des MKG. Einem Bild von Hans Hansen kann man im Editorial eines Magazins begegnen, aber ebenso an der Wand eines Museums. Die Unterscheidung zwischen angewandter Fotografie und freier künstlerischer Arbeit, die den Betrachtern vermeintlich Orientierung verschaffen soll, ist für diesen Fotografen unwichtig. Was für ihn zählt, ist ein gutes Bild. Aber was macht ein solches Bild aus, wie fotografiert Hans Hansen Lebensmittel, wie ein Automobil von Daimler-Benz und wie die Stühle des Designunternehmens Vitra?

Die Ausstellung will die Besonderheit seiner Vorgehensweise deutlich machen. Hansen reduziert den Gegenstand auf das Wesentliche, er strukturiert die Form, die Farbe, das Material. Er ordnet die Objekte und kommt so zu einem Minimalismus und einer Perfektion, die seine Fotografien aus der Masse der Motive herausheben, die uns in der Produktwerbung ständig begegnen. Hansens reduzierter Blick hat das Auftreten von Firmen wie Lufthansa oder Vitra geprägt. Die Betrachter lässt er mit neuer Klarheit auf die alltägliche Dingwelt schauen. (Text: MKG)

Mrz
1
Do
2018
Paul Klee @ Pinakothek der Moderne
Mrz 1 @ 6:28 – Jun 10 @ 7:28

„Konstruktion des Geheimnisses“ ist die erste große Sonderausstellung zum Werk von Paul Klee in der Pinakothek der Moderne. Sie wird den umfangreichen Münchner Bestand zusammen mit über 120 Leihgaben aus bedeutenden Klee-Sammlungen in Europa, den Vereinigten Staaten und Japan präsentieren. Die Ausstellung folgt Paul Klees Weg als „denkender Künstler“, der in seinem Werk systematisch die Grenzen des Rationalen auslotet und überwindet. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die 1920er- Jahre, in denen Klee auf die Herausforderungen der neuen technisierten Welt und deren Auswirkung auf das Schaffen des modernen Künstlers reagiert. Als Meister am Bauhaus stellt Klee die Dominanz des Rationalismus in Frage und strebt nach einer Balance von Verstand und Gefühl, von Konstruktion und Intuition. Die Ausstellung zeigt die ungebrochene Aktualität von Klees Werk, das sich den existentiellen Konflikten des modernen Menschen widmet.

Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Franz Marc Museum in Kochel am See statt. Dort werden parallel „Paul Klee. Landschaften“ vom 25.02. bis 10.06.2018 ausgestellt. Die beiden Projekte verbindet ein gemeinsames Begleitprogramm. (Text: Pinakothek der Moderne)

Mrz
16
Fr
2018
The Polaroid Project @ MKG - Museum für Kunst und Gewerbe
Mrz 16 @ 9:02 – Jun 17 @ 10:02

In der Ausstellung Das Polaroid Projekt stellt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg das Phänomen Polaroid erstmals in seiner gesamten Breite vor. Mit rund 220 Fotografien von über 100 Künstlern sowie 90 Kameramodellen und Prototypen beleuchtet sie das ästhetische Spektrum der Sofortbildfotografie wie auch die innovative Technik, die diese visuelle Revolution möglich macht. Polaroid steht für eine Technologie, eine Branche, ein Unternehmen und seine Produkte. Der von Edwin Land 1947 in New York erstmals der Öffentlichkeit vorgestellte Sofortbildfilm macht den Weg ins Labor überflüssig. Wie von Zauberhand entsteht das Bild nach der Aufnahme vor den Augen des Fotografen und der Modelle. Polaroid – als Marke längst zum Mythos geworden – hat damit Gebrauchsweisen möglich gemacht, die die Verwendung von Fotografie bis heute maßgeblich beeinflussen und in Foto-Apps und auf Instagram weiterleben. In der Blütezeit des Unternehmens Mitte des 20. Jahrhunderts verkauft Polaroid seine Kameras und Filme millionenfach an Amateure und professionelle Nutzer. Seine technischen und ästhetischen Qualitäten, allem voran aber die Unmittelbarkeit und Spontaneität machen das neue Medium aber auch zu einem spannenden Experimentierfeld für Künstler.
Polaroid selbst arbeitet von seiner Gründung an eng mit Fotografinnen und Fotografen zusammen. Zu den frühesten Beratern von Edwin Land, Erfinder und Mitbegründer der Polaroid Corporation, gehört Ansel Adams, Übervater der amerika-nischen Landschaftsfotografie. In seinem Artist Support Program stellt das Unternehmen sowohl anerkannten Größen als auch unbekannten Talenten der Kunst- und Fotoszene Filmmaterial und Kameras zur Verfügung. Im Gegenzug erhält es nicht nur Feedback zu seinen Produkten, sondern auch ausgewählte Werke für die Unternehmenssammlung. Für Künstler bieten die Erfindungen aus dem Hause Land eine Spielwiese, die sie auf ihre je eigene Art und Weise nutzen, womit sie der Fotografie neue Impulse verleihen. So adeln nicht zuletzt die Protagonisten der Pop Art – allen voran Andy Warhol – mit ihrem exzessiven Gebrauch das Polaroid und sichern ihm seinen Platz in der Sphäre der Kunst. (Text: MKG)

Mrz
22
Do
2018
Black & White Von Dürer bis Elíasson @ Museum Kunstpalast
Mrz 22 @ 6:57 – Jul 15 @ 7:57

In Kooperation mit der National Gallery, London

Im Frühjahr 2018 zeigt das Museum Kunstpalast eine umfassende Themenausstellung, die sich der jahrhundertelangen Tradition der Schwarz-Weiß-Malerei widmet.

Die monochrome Malerei ist ein wichtiges über die Jahrhunderte immer wiederkehrendes Thema, das dem breiten Publikum jedoch noch weitgehend unbekannt ist. Ausgehend von mittelalterlicher Grisaille-Glasmalerei geht die Ausstellung in fünf Themenschwerpunkten den Fragen nach, warum sich Künstler verschiedenster Epochen für eine reduzierte Farbpalette entschieden haben und welche Faszination diese Kunst bis heute ausübt.

Die mit Leihgaben aus internationalen Museen und privaten Sammlungen bestückte Schau präsentiert Gemälde u.a. von Andrea Mantegna, Peter Paul Rubens, Rembrandt van Rijn, Giovanni Battista Tiepolo und Edgar Degas. Zu sehen sind ebenfalls Werke moderner und zeitgenössischer Künstler wie Josef Albers, Heinz Mack, Jackson Pollock und Gerhard Richter sowie zwei begehbare Installationen von Ólafur Elíasson und Hans Op de Beeck.

Die von der National Gallery, London in Zusammenarbeit mit dem Museum Kunstpalast organisierte Ausstellung, die in Großbritannien von Oktober 2017 bis Februar 2018 zu sehen ist, wird in Düsseldorf durch Werke, zum Teil aus der eigenen Sammlung, ergänzt. (Text: Museum Kunstpalast)