Neues aus Kunst und Kultur

 

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Wolfgang Ahrens Auditorio de Tenerife, Santa Cruz, 2012

 

Es geht nicht um technische Perfektion. Wer eine Philosophie verfolgt, wird Menschen mit seinen Bildern berühren.”

Mario Sorrenti (⁎1972)

 

Sep
23
So
2018
Bogomir Ecker: Was das Foto verschweigt @ Doppelausstellung Von der Heydt-Museum Wuppertal Skulpturenpark Waldfrieden Wuppertal
Sep 23 2018 um 8:30 – Feb 17 2019 um 9:30

Bogomir Ecker (geb. 1950) ist bekannt für seine skulpuralen Interventionen im Stadtraum, für raumfüllende Installationen und seine hintergründigen Objekte.

Eckers Skulpturen haben die Anmutung technoider Objekte, die als Instrumente zur Wahrnehmung der Welt interpretiert werden können. Er beschäftigt sich mit Phänomenen der Technik und der Kommunikation und erschafft Apparaturen, die, archaisch und futuristisch in einem, unser Bedürfnis, die Welt fundamental und wissenschaftlich zu begreifen, thematisieren. In seinem Werk gerät man in ein zusammenhängendes Geflecht an Bedeutungen, Sinnzusammenhängen und Fragestellungen, welche unsere zivilisatorischen und technologischen Grundlagen, unseren Umgang mit Natur und die Möglichkeiten und Grenzen, uns über sie zu verständigen, betreffen.

Seit Jahrzehnten setzt Ecker sich auch mit der Rolle der Fotografie auseinander.

Sein Zugriff auf die Fotografie geschieht immer mit einer skulpturalen Absicht. Herausragende Bilder aus seiner Sammlung anonymer Pressefotos hat er ingroßformatigen „Tableaus“ zueinander in Beziehung gebracht.

Eckers Ausstellung ist als Doppelausstellung an zwei Standorten in Wuppertal konzipiert. Während die Von der Heydt-Kunsthalle sich vornehmlich seiner Auseinandersetzung mit der Fotografie, seinen frühen Nachtfotos und den „Tableaus“ widmet und diese in Wechselwirkung zu einigen ausgewählten Objekten bringt, setzt der Skulpturenpark Waldfrieden ausschließlich das skulpturale Werk in Szene.

Quelle: Homepage Von der Heydt Museum

Okt
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Di
2018
Phantastisch! Alfred Kubin und der Blaue Reiter @ Lenbachhaus, München
Okt 9 2018 um 5:37 – Feb 17 2019 um 6:37

Häufig wird der österreichische Zeichner Alfred Kubin (1877-1959) als ein Gründungsmitglied des Blauen Reiter genannt, seine konkreten Beziehungen zu diesem Künstlerkreis sind jedoch so gut wie unbekannt. Die Ausstellung zeichnet erstmals mit einer Fülle von Werken, Dokumenten und Fotografien die komplexen persönlichen und künstlerischen Verflechtungen nach: Es ist fast völlig in Vergessenheit geraten, dass Kubins erste Ausstellung in München und sein berühmtes, aufsehenerregendes Frühwerk mit den drastischen Visionen von Trieb- und Zwangsvorstellungen, die Einblicke „in die Dunkelkammer der modernen Seele” erlaubten, 1904 von Wassily Kandinsky in der Künstlervereinigung Phalanx präsentiert wurde. Fünf Jahre später – Kubin hatte eine Phase des Umbruchs hinter sich, seinen Roman Die andere Seite niedergeschrieben und war von München nach Zwickledt in Oberösterreich gezogen – wurde er 1909 zur Neuen Künstlervereinigung München um Kandinsky, Münter, Jawlensky und Werfekin hinzugezogen. Auch nach der Abspaltung des Blauen Reiter 1911 wurde Kubin umgehend in einem Brief von Gabriele Münter zum Mitmachen aufgefordert. Jetzt waren es die seelischen, phantastischen und traumhaften Dimensionen, die die Künstlerfreunde an Kubins neuartigen, kalligraphisch flüssigen Tuschfederzeichnungen faszinierten. Bei der 2. Blauer Reiter-Ausstellung präsentierte er vielfigurige Szenen, die in beunruhigend irrationaler Weise einen Teppich des Lebens ausbreiten, wobei oft ein geheimnisvolles „Zwischenreich” aufscheint. Es ist diese geistige Dimension, der sich etwa auch Kandinsky, Franz Marc oder Paul Klee in ihren Werken verbunden fühlten.

Kuratiert von Annegret Hoberg

Quelle: Homepage Lenbachhaus