Neues aus Kunst und Kultur

 

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Wolfgang Ahrens St. Michael Kathedrale Kiew 2005
 

Es geht nicht um technische Perfektion. Wer eine Philosophie verfolgt, wird Menschen mit seinen Bildern berühren.”

Mario Sorrenti (⁎1972)

 

Feb
15
Fr
2019
Sandra Bartocha und Werner Bollmann: EINE HOMMAGE AN DAS LICHT DES NORDENS. Städtische Galerie Iserlohn
Feb 15 um 0:00 – Apr 7 um 0:00

LYS – so nennen Norweger und Dänen das Licht – ist der Titel der beeindruckenden Ausstellung und des Bildbandes von Sandra Bartocha und Werner Bollmann.

Jahre lang haben die beiden renommierten deutschen Fotografen den gesamten europäischen Norden bereist, von den lichten dänischen Wäldern und Feldern im Süden bis zu den blauen Gletschern Spitzbergens im Norden, von der sturmgepeitschten Küste Norwegens im Westen bis in die dunklen Wälder Finnlands im Osten. Im Schein der Mitternachtssonne, unter tanzendem Polarlicht, im Schneesturm über der Tundra und auf den stillen Wassern der Schären fotografierten sie die beeindruckenden Großlandschaften des Nordens, ihre charismatische Tierwelt und ihre oft schlichten, doch dafür umso bezaubernderen Pflanzen. Mit dem ihnen eigenen ästhetischen Anspruch, fernab von Dokumentation, vielmehr einfühlsam und differenziert, so wie es das Wesen, die Seele der großen nordischen Landschaften und ihrer Bewohner verlangt.

Fotografien werden ergänzt durch puristisch-poetische Texte von Werner Bollmann. Damit ist ihnen etwas gelungen, das es in dieser Dimension bislang noch nicht gab: Entstanden ist eine Ausstellung, die sich nicht nur einer Region widmet oder einem Sujet, sondern ein Gesamtwerk, das sich der einmaligen Schönheit Skandinaviens verschrieben hat, eine Liebeserklärung an den Norden in Bild und Wort…

Potsdamerin Sandra Bartocha (*1980) und der Kieler Werner Bollmann (*1966) arbeiten seit vielen Jahren als professionelle Naturfotografen und haben in ihrer Laufbahn mehrere Bücher veröffentlicht („Nordische Momente – Tiergeschichten aus Tundra und Taiga“, „Müritz Nationalpark – Eine Hommage an eine Landschaft“, „Die Fotoschule in Bildern – Naturfotografie“).

Quelle: Home-Page Städtische Galerie

Feb
22
Fr
2019
Poesie der Pflanze – Photographien von Karl Blossfeldt und Jim Dine
Feb 22 um 0:00 – Jul 21 um 0:00

Mit den Namen Karl Blossfeldt (1865–1932) und Jim Dine (*1935) verbinden sich auf den ersten Blick sehr unterschiedliche künstlerische Schaffenszeiten und Konzepte, doch die Kombination der für die aktuelle Ausstellung ausgewählten Photographien erweist sich als höchst spannungsvoll – dynamisch und harmonisch zugleich. Deutlich wird: Beiden Künstlern geht es mit großer Liebe zur Natur um eine achtsame Beobachtung der Pflanze und vor allem um ein austariertes Bild von ihr. Während Blossfeldts Augenmerk auf der differenzierten Darstellung kleinster Pflanzenteile und deren individueller Form liegt, diese meist stark vergrößert vor neutralem Hintergrund isoliert und objekthaft als botanische Studie vorstellt, richtet sich Jim Dines Aufmerksamkeit über das Einzelne hinaus mehr noch auf das Biotop und den Raum, in dem er die Pflanzen antrifft.

Quelle: Home-Page SK Stiftung

Mrz
8
Fr
2019
Fotografinnen an der Front. Von Lee Miller bis Anja Niedringhaus @ Kunstpalast Düsseldorf
Mrz 8 um 0:00 – Jun 10 um 0:00

Entgegen der weitläufigen Vorstellung, die Kriegsfotografie sei ein von Männern dominiertes Berufsfeld, gibt es eine lange Tradition von in Kriegsgebieten tätigen Fotografinnen. Sie haben mit derselben Selbstverständlichkeit wie ihre männlichen Kollegen weltweite Krisen dokumentiert und unser Bild vom Krieg maßgeblich mitgeprägt. Im Gegensatz zu diesen erhielten die Fotografinnen häufig uneingeschränkten Zugang zu Familien und Betroffenen, von denen sie besonders emotionale Porträts schufen. Sie waren aber ebenso an vorderster Front tätig und machten Aufnahmen von Kriegsopfern, die den Betrachter nicht schonen.

Ausstellung präsentiert rund 140 Arbeiten von acht Fotografinnen aus den letzten 80 Jahren; vertreten sind Carolyn Cole (*1961), Françoise Demulder (1947–2008), Catherine Leroy (1944–2006), Susan Meiselas (*1948), Lee Miller (1907–1977), Anja Niedringhaus (1965–2014), Christine Spengler (*1945) und Gerda Taro (1910 –1937).

Quelle: Home-Page Kunstpalast

Mrz
29
Fr
2019
Anja Niedringhaus – Bilderkriegerin. Käthe Kollwitz Museum Köln
Mrz 29 um 0:00 – Jun 30 um 0:00

Nahezu ein Vierteljahrhundert berichtet Anja Niedringhaus (1965–2014) von Kriegsschauplätzen in aller Welt wie dem Balkan, dem Irak, und immer wieder aus Afghanistan. Als die Fotografin dort am 4. April 2014 während eines Reportage-Einsatzes einem Attentat zum Opfer fällt, hinterlässt sie ein beeindruckendes Œuvre. Die erste posthume Retrospektive anlässlich ihres 5. Todestages präsentiert mit über 80 großformatigen Aufnahmen ein Werk, das die ›Bilderkriegerin‹ bereits zu Lebzeiten zur Ikone werden ließ.

Anja Niedringhaus an zahlreichen Krisenorten fotografiert, lehnt sie den Begriff ›Kriegsfotografin‹ für sich ab. Ihre Aufnahmen, die oft unter Lebensgefahr an vorderster Front entstehen, reichen weit über eine reine Dokumentation von Ereignissen hinaus – sie sind Aufrufe zum Frieden. Sie wollen aufrütteln und mahnen, indem sie uns die Schrecken des Krieges vor Augen führen. Ihre Werke vereinen starke Gegensätze – einen Moment der Ruhe inmitten des völligen Chaos und tiefe Menschlichkeit inmitten von brutaler Barbarei.

Niedringhaus erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2005 den ersten Pulitzer-Preis für eine deutsche Fotografin.

Quelle: Home-Page: Käthe Kollwitz Museum

Joachim Brohm, Alec Soth: Two Rivers, NRW-Forum Düsseldorf
Mrz 29 um 0:00 – Jul 7 um 0:00

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Alec Soth’ Serie „Sleeping by the Missisippi“ und Joachim Brohms Serie „Ruhr“, die beide Menschen an der Peripherie des Flusses porträtieren. Brohm, der an der Folkwang Hochschule studierte, ist bildender Künstler, der sich mit dem Medium der Fotografie ausdrückt. Soth steht als lyrischer Dokumentarfotograf in der Tradition von Robert Frank, Stephen Shore und Joel Sternfeld. Was die beiden verbindet, ist ein dokumentarisch-künstlerischer Blick, der sie als sensible Dokumentaristen ihres sozialen Umfeldes ausweist. Die Ausstellung versammelt insgesamt zehn Werkgruppen der beiden Fotografen, neben den bekannten Serien an der Ruhr und am Mississippi werden weltweit zum ersten Mal auch Joachim Brohms seltene Porträts und ein neues Werk von Alec Soth gezeigt.

Quelle: Home-Page NRW-Forum